Nostalgie
Ich habe heute festgestellt, dass ich in der letzten Zeit immer nostalgischer werde. Ich denke oft an alte Zeiten zurück und dann zieht etwas in mir, fast ein wenig schmerzhaft.
Ist das ein Zeichen dafür, dass ich mich in einen neuen Lebensabschnitt bewege? Dass die Zeiten vorbei sind, in denen wild gefeiert wurde, als gäbe es kein Morgen? Gestern gab es auch eher selten, aufgrund der Erinnerungslücken am nächsten Tag..
Ich kann kaum fassen, dass diese Zeiten vorbei sind und ich gerade nichts mehr will, als sie zurückholen und alles noch einmal erleben und noch einmal fühlen.
Gerade fühle ich einen Hauch von damals, ein Herz, das so sehr wehgetan hat, dass ich Angst hatte, es würde sich nie mehr erholen.
Ein Mensch, der dafür verantwortlich war und von dem ich immer einmal im Jahr, an meinem Geburtstag, etwas höre.
Es ist nicht so, dass ich dadurch Schwierigkeiten habe oder hatte, loszulassen. Ich freue mich darüber und lächle und tauche wieder eine Weile ab in die Vergangenheit, lasse Szenen vor meinem inneren Auge ablaufen, spiele Lieder von damals, versuche, Gefühle zu re-fühlen, um mich genau daran zu erinnern, wie es war.
Ich war jedes Wochenende unterwegs, habe mit Freundinnen getrunken wie die Seemänner, Küsse verteilt und manchmal auch mehr. Wir hatten so unglaublich viel Spaß und etwas in mir will noch nicht ganz akzeptieren, dass das jetzt vorbei ist. Der Spaß natürlich nicht, nur diese Art von Spaß. Das Unbeschwerte, Unbekümmerte.
Student sein, noch nicht im Ernst des Lebens stecken, sich aber so vorkommen. Das Herz gebrochen bekommen, selbst Herzen brechen. Ein Weltuntergang, ein Drama nach dem nächsten, so viele Tränen, die vergossen wurden, Telefonate geführt, Sms geschrieben, Herzklopfen gehabt, Spielchen gespielt.
Ich möchte nicht, dass das vorbei ist, gerade würde ich gerne weinen. Natürlich soll man nicht an der Vergangenheit hängen, sondern sich auf das Hier und Jetzt und die Zukunft konzentrieren, aber wenn man dann doch mal an die Vergangenheit denkt, wird einem die eigenen Sterblichkeit so bewusst und die Zeit, die einfach rasend schnell vergeht.
Eigentlich bin ich sehr, sehr glücklich mit meinem Leben gerade, auch wenn das vielleicht nicht den Eindruck erweckt. Aber es schwebt auch immer die Möglichkeit eines anderen Lebens im Raum, eines "Was wäre gewesen, wenn...". Diese Gedanken sollte man prinzipiell auch nicht zu lange weiterspinnen, aber Momente wie die Geburtstagssms lassen mich ein paar Schritte in diese Richtung gehen.
Zusammen mit der Romantisierung der ganzen Geschichte, das machen alle Frauen gerne, sich einreden, dass man immer etwas Besonderes für den anderen war, anders als die anderen und dass man insgeheim füreinander bestimmt ist.
Ohne zu realisieren, dass man, wäre dem wirklich so, wohl jetzt nicht in unterschiedlichen Städten mit unterschiedlichen Partnern sitzen würde.
Möglicherweise haben die Medien da auch eine Teilschuld. In Filmen und Serien wird suggeriert, dass wahre Liebe manchmal Hindernisse überwinden muss, dass einer von beiden die Liebe nicht gleich erkennt, zuviel Angst vor der Ernsthaftigkeit hat, und so weiter.
Aber die Realität sieht doch meistens anders aus.
Wir tanzen immer umeinander herum, es ist offensichtlich, dass beiden klar ist, was der andere eigentlich wissen will: Gibt es gerade jemanden? Hat man damals nicht doch einen Fehler gemacht? Was ist, wenn man doch perfekt füreinander gewesen wäre, aber zu betrunken, zu verfahren, zu blind war, das zu erkennen?
Statt ehrliche Fragen zu stellen, wird alles ironisiert, die kleine Hintertür offen gehalten, durch die man sich immer flüchten kann, falls das Gespräch zu ernst wird.
Und es gibt nicht einmal einen Rat, den man sich selbst oder anderen, die in dieser Situation stecken oder gesteckt waren, geben kann.
Bestimmte Situationen wiederholen sich immer im Leben. Und bei mir eben einmal im Jahr.
Ist das ein Zeichen dafür, dass ich mich in einen neuen Lebensabschnitt bewege? Dass die Zeiten vorbei sind, in denen wild gefeiert wurde, als gäbe es kein Morgen? Gestern gab es auch eher selten, aufgrund der Erinnerungslücken am nächsten Tag..
Ich kann kaum fassen, dass diese Zeiten vorbei sind und ich gerade nichts mehr will, als sie zurückholen und alles noch einmal erleben und noch einmal fühlen.
Gerade fühle ich einen Hauch von damals, ein Herz, das so sehr wehgetan hat, dass ich Angst hatte, es würde sich nie mehr erholen.
Ein Mensch, der dafür verantwortlich war und von dem ich immer einmal im Jahr, an meinem Geburtstag, etwas höre.
Es ist nicht so, dass ich dadurch Schwierigkeiten habe oder hatte, loszulassen. Ich freue mich darüber und lächle und tauche wieder eine Weile ab in die Vergangenheit, lasse Szenen vor meinem inneren Auge ablaufen, spiele Lieder von damals, versuche, Gefühle zu re-fühlen, um mich genau daran zu erinnern, wie es war.
Ich war jedes Wochenende unterwegs, habe mit Freundinnen getrunken wie die Seemänner, Küsse verteilt und manchmal auch mehr. Wir hatten so unglaublich viel Spaß und etwas in mir will noch nicht ganz akzeptieren, dass das jetzt vorbei ist. Der Spaß natürlich nicht, nur diese Art von Spaß. Das Unbeschwerte, Unbekümmerte.
Student sein, noch nicht im Ernst des Lebens stecken, sich aber so vorkommen. Das Herz gebrochen bekommen, selbst Herzen brechen. Ein Weltuntergang, ein Drama nach dem nächsten, so viele Tränen, die vergossen wurden, Telefonate geführt, Sms geschrieben, Herzklopfen gehabt, Spielchen gespielt.
Ich möchte nicht, dass das vorbei ist, gerade würde ich gerne weinen. Natürlich soll man nicht an der Vergangenheit hängen, sondern sich auf das Hier und Jetzt und die Zukunft konzentrieren, aber wenn man dann doch mal an die Vergangenheit denkt, wird einem die eigenen Sterblichkeit so bewusst und die Zeit, die einfach rasend schnell vergeht.
Eigentlich bin ich sehr, sehr glücklich mit meinem Leben gerade, auch wenn das vielleicht nicht den Eindruck erweckt. Aber es schwebt auch immer die Möglichkeit eines anderen Lebens im Raum, eines "Was wäre gewesen, wenn...". Diese Gedanken sollte man prinzipiell auch nicht zu lange weiterspinnen, aber Momente wie die Geburtstagssms lassen mich ein paar Schritte in diese Richtung gehen.
Zusammen mit der Romantisierung der ganzen Geschichte, das machen alle Frauen gerne, sich einreden, dass man immer etwas Besonderes für den anderen war, anders als die anderen und dass man insgeheim füreinander bestimmt ist.
Ohne zu realisieren, dass man, wäre dem wirklich so, wohl jetzt nicht in unterschiedlichen Städten mit unterschiedlichen Partnern sitzen würde.
Möglicherweise haben die Medien da auch eine Teilschuld. In Filmen und Serien wird suggeriert, dass wahre Liebe manchmal Hindernisse überwinden muss, dass einer von beiden die Liebe nicht gleich erkennt, zuviel Angst vor der Ernsthaftigkeit hat, und so weiter.
Aber die Realität sieht doch meistens anders aus.
Wir tanzen immer umeinander herum, es ist offensichtlich, dass beiden klar ist, was der andere eigentlich wissen will: Gibt es gerade jemanden? Hat man damals nicht doch einen Fehler gemacht? Was ist, wenn man doch perfekt füreinander gewesen wäre, aber zu betrunken, zu verfahren, zu blind war, das zu erkennen?
Statt ehrliche Fragen zu stellen, wird alles ironisiert, die kleine Hintertür offen gehalten, durch die man sich immer flüchten kann, falls das Gespräch zu ernst wird.
Und es gibt nicht einmal einen Rat, den man sich selbst oder anderen, die in dieser Situation stecken oder gesteckt waren, geben kann.
Bestimmte Situationen wiederholen sich immer im Leben. Und bei mir eben einmal im Jahr.
traceable - 15. Feb, 23:19